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Andreas Förster, Martina Renner, Christof Blome im Gespräch.

Martina Renner

Neonazis und geheime Akten in Ost und West

Am 15. Januar 2019 präsentierte der Journalist Andreas Förster im Deutschen Spionagemuseum Berlin erstmals sein kürzlich erschienenes Buch „Zielobjekt Rechts – Wie die Stasi die westdeutsche Neonaziszene unterwanderte“. Vor 40 Gästen sprach er mit Martina Renner über Terror von rechts und die Verstrickungen der Geheimdienste in Ost und West.

Am 15. Januar präsentierte der Journalist Andreas Förster im Deutschen Spionagemuseum Berlin erstmals sein kürzlich erschienenes Buch „Zielobjekt Rechts – Wie die Stasi die westdeutsche Neonaziszene unterwanderte“. Vor 40 Gästen sprachen er und Martina Renner über Terror von rechts und die Verwicklungen der Geheimdienste in Ost und West.

Bei seinen Recherchen spürte der Autor akribisch der Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) unter Rechtsextremen nach und wertete unzählige Akten aus. Dabei stieß er auch auf Materialien des bundesdeutschen Verfassungsschutzes und des BND. Seit 1975 beschäftigte sich das MfS mit der Aufklärung von Terrorismus. Dazu gehörte auch das rechtsextremistische Milieu in der Bundesrepublik, das intensiv beobachtet und unterwandert wurde. Der DDR-Geheimdienst verfügte über mehr als 70 Informanten und Einflussagenten aus der Neonaziszene oder deren Umfeld. Damit hatte die Stasi Zugang zu Führungspersonen der Neonazibewegung. Nicht wenige davon wurden nach der Wiedervereinigung 1990 Anführer der neuen, gesamtdeutschen Rechtsextremen. Im Fokus von Försters Nachforschungen standen Schlüsselfiguren wie Michael Kühnen, Arnulf Priem und Odfried Hepp, der als international gesuchter Rechtsterrorist zeitweilig in der DDR untertauchte.

Durch den Abend führte Christof Blome vom Ch. Links Verlag.