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Quelle: www.tagesspiegel.de

Mutmaßlicher Drohmail-Verfasser offenbar kein Einzeltäter

Nach der Verhaftung des Tatverdächtigen André M. im Fall der bundesweit verschickten Mails mit rechtsextremistischem Inhalt sind in Berlin weitere Droh-Mails aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft Berlin geht jetzt davon aus, dass die rund 200 Drohmails doch nicht nur von einem in der vergangenen Woche verhafteten Mann in Schleswig-Holstein stammen. Es gebe jetzt einen weiteren Verdächtigen.

Nach der Verhaftung des Tatverdächtigen André M. im Fall der bundesweit verschickten Mails mit rechtsextremistischem Inhalt sind in Berlin weitere Droh-Mails aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft Berlin geht jetzt davon aus, dass die rund 200 Drohmails doch nicht nur von einem in der vergangenen Woche verhafteten Mann in Schleswig-Holstein stammen. Es gebe jetzt einen weiteren Verdächtigen.

In der seit Monaten anhaltenden Serie von Bombendrohbriefen gegen Gerichte und Behörden in Deutschland war in der vergangenen Woche ein Verdächtiger festgenommen worden. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl erlassen. Er soll seit April 2018 an Behörden, Gerichte und Anwälte Drohmails geschrieben haben, die etwa mit "Nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet war.

Gedroht wurde mit Bomben, aber auch mit Exekutionen auf offener Straße. Mehrfach wurden Rathäuser, Hauptbahnhöfe, ein Finanzamt und auch ein Kindergarten evakuiert. Sprengkörper wurden aber nicht gefunden. Die Schreiben gingen bei Finanzämtern, Rathäusern, Anwaltskanzleien, Verlagen und einzelnen Politikern in ganz Deutschland ein. Gedroht wurde nicht nur mit Bomben, sondern – wie im Fall der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) – auch damit, „Bürger auf offener Straße zu exekutieren“.

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