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Martina Renner

Aufarbeitung der Treuhand-Machenschaften ist eine Frage historischer sozialer Gerechtigkeit

DIE LINKE im Bundestag bringt am Donnerstag, d. 27.06.2019, ihren Antrag zur „Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Treuhandanstalt“ ein Hintergrund ist das Ende der 30-jährigen Sperrfrist für die Treuhand-Archive. Die Treuhandanstalt, ihre Nachfolgeorganisationen und ihre Tochtergesellschaften sind verantwortlich für den noch immer bestehenden Ost-West-Unterschied. Der von ihr verursachte Schaden ist verheerend und bis heute eine Ursache für die ökonomische Benachteiligung des Ostens, dessen Wirtschaft nach veralteten Konzepten und zur Konkurrenzbereinigung platt gemacht wurde. Dazu erklärte Martina Renner, MdB DIE LINKE: „Das Kapitel 'Treuhand' muss aufgearbeitet werden. Nur ein Untersuchungsausschuss kann entscheidende Akten, die jetzt zugänglich werden, anfordern und die politisch Verantwortlichen für die Fehler von damals vorladen.“. Auch in Renners Wahlkreis hatte die Treuhand-Politik verheerende Folgen. Der VEB Chemiehandel in Erfurt und der VEB Metallspielwaren Weimar sind nur zwei von vielen Betrieben, deren Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven zerstört wurden. Diese Zeit im Parlament aufzuarbeiten, ist 30 Jahre nach dem Mauerfall eine Frage des Respekts gegenüber den Millionen Menschen, die damals ihren Job verloren haben, und eine Frage historischer sozialer Gerechtigkeit.

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