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Martina Renner

Gesundheit vor Profite

„Während die Auftragsbücher von Zalando in Zeiten der Corona-Krise voll sind, hinkt das Unternehmen bei der gesundheitliche Fürsorgepflicht für seine Beschäftigten offenbar hinterher“, sagt Renner. Sie reagiert damit auf Presseberichte, nach denen die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Erfurter Zalando-Logistikzentrum in knapp einer Woche von elf auf 14 angestiegen ist. Martina Renner erklärt: „Die Gesundheit der Beschäftigten hat Vorrang vor dem Umsatz, niemand darf gezwungen werden, eine Ansteckung zu riskieren. Diese Entscheidung darf nicht den Arbeitgebern überlassen werden“. Beim Umgang mit den erhöhten Belastungen unterstützt sie den Vorschlag der Gewerkschaft ver.di einer bezahlten zehnminütigen Pause pro Stunde beim Tragen von Schutzmasken. Zudem plädiert sie für eine zentrale Hotline, bei der auch Arbeitsschutz-Verstöße gemeldet werden können, sowie verstärkte flächendeckende Arbeitsschutzkontrollen. Bei Verstößen müssen harte Sanktionen möglich sein. So könnte es gerechtfertigt sein, ein Unternehmen jetzt für 14 Tage bei vollem Lohnausgleich zu schließen. Eine wichtige Kontrollinstanz beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sind die Betriebs- und Personalräte. „Deshalb ist es höchste Zeit die betriebliche Mitbestimmung auch in den Logistik-Unternehmen und bei Online-Händlern auszuweiten“, so Renner.