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Martina Renner

Klares Bekenntnis zu Thüringer Lokalzeitungen statt Kahlschlag für noch mehr Profite

„Wir erwarten von der FUNKE-Mediengruppe, die mit Schwerpunkten wie „Digitales“ und „Regionalmedien“ wirbt, ein klares Bekenntnis zur Region und den Beschäftigten vor Ort“, so die Abgeordneten nach einem Besuch des Druckzentrums in Erfurt. Anlässlich der drohenden Schließung des Druckzentrums bis zum Jahresende 2021 droht 280 Beschäftigten und zahlreichen Leiharbeiter*innen der Verlust ihres Arbeitsplatzes. „Ich appelliere an die Verlegerin der Funke-Mediengruppe Julia Becker, sich ihrer unternehmerischen Verantwortung zu stellen und sich für den Medienstandort Erfurt einzusetzen. Aus reiner Profitgier die Erstellung der Zeitungen aus Thüringen abzuziehen, aber weiterhin mit den Kunden vor Ort Geld verdienen zu wollen, ist alles andere als ein Bekenntnis zum Medienstandort Erfurt und weist zudem auf eine verfehlte Investitionspolitik hin!“, erklärt Güngör. Güngör gibt außerdem zu bedenken: „Durch die Verlagerung des Druckstandorts nach Braunschweig, stellt sich die Frage, wie die rechtzeitige Zustellung der Tageszeitung nach Erfurt erfolgen soll. Gerade die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig regionale Zeitungen und damit die Verbreitung von seriösen Informationen sind.“ Zeitung ist auch ein Kulturgut und die Medienunternehmen müssen sich ihrer Verantwortung hinsichtlich Grundrechtsverwirklichung und Demokratiebildung bewusst sein. Die Weiterentwicklung des Verlagswesens, besonders von Regionalzeitungen muss langfristig gedacht werden. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist die geplante Bundesförderung für die Zeitungszustellung und die digitale Transformation des Verlagswesens deutlich nach oben gegangen. „Das zögerliche Vorgehen der Bundesregierung ist unverständlich, denn die digitale Transformation des Verlagswesens muss zügig umgesetzt werden. Den Plan der Funke-Mediengruppe, in ländlichen Regionen ausschließlich digitale Abonnements zu verkaufen, um Geld zu sparen und noch mehr Profit zu erwirtschaften, ist absurd und entspricht nicht der Lebenswirklichkeit der Thüringer*innen. Wir als Fraktion DIE LINKE setzen uns für eine vielfältige Presselandschaft ein und stehen klar an der Seite der Beschäftigten“, so Renner abschließend.