Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Martina Renner

Anklage wegen „Bildung einer bewaffneten Gruppe“

Mitgliedern eines länderübergreifenden Netzwerks von Neonazis in Thüringen und Niedersachsen wird die „Bildung einer bewaffneten Gruppe“ vorgeworfen. Nachdem die Polizei im Februar bei Anhängern des extrem rechten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ (FKTN) Waffen fand, hat die Staatsanwaltschaft Göttingen nun gegen drei Männer aus dem Kreis Anklage erhoben. Dies macht deutlich: Gewalt ist immer eine Option für Neonazis und die Grenzen zu rechtem Terror sind fließend.

Die mittlerweile unter dem Namen „Volksbewegung Niedersachsen“ agierende Vereinigung ist ein Beispiel für die rasante Radikalisierung in der extremen Rechten bis hin zum Rechtsterror. Die seit Ende 2015 agierende Gruppierung besteht auch aus vorbestraften NPD-Aktivisten und Neonazis der Kameradschaftskreise in Nordthüringen. Sie wird von Jens Wilke geleitet, der auf der NPD-Liste für das Amt des Landrats im Landkreis Göttingen kandidierte. Außerdem gehört er seit der Gründung im Oktober 2016 zum Vorstand des Thüringer Neonazi-Netzwerks „Thügida und Wir lieben Sachsen e.V.“. Wilke soll sich mit zwei weiteren FKTN-Mitgliedern von September bis Dezember 2016 zusammengeschlossen haben, um politische Ziele auch mit Gewalt durchzusetzen.

Im November 2016 beispielsweise überfielen FKTN-Anhänger AntifaschistInnen in Göttingen mit Eisenketten und Schlagstöcken. Der von Wilke gefilmte Angriff wurde dann bei Facebook veröffentlicht. Auch vor den von Staatsanwaltschaft genannten drei Monaten bedrohten FKTN-Anhänger KommunalpolitikerInnen wie auch JournalistInnen und griffen unter anderem im thüringischen Eichsfeld vermeintliche politische GegnerInnen an. „Dass dieser Angriff öffentlich wurde, ist nicht zuletzt der sorgfältigen Recherche engagierter AntifaschistInnen zu verdanken. Der vermeintliche Freundeskreis ist ein Beispiel für die Herausbildung rechtsterroristischer Strukturen, denen wir mit der Erfahrung aus den Lehren des NSU frühzeitig und konsequent begegnen müssen“, so Martina Renner zur Anklageerhebung.


Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Für die Bundestagswahl kandidiert sie im Wahlkreis 190 (Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgekreis/Eisenach)

Konsequente Ächtung von Rassismus! #Hanau

der rechte rand

Aktuelle Parlamentarische Initiativen


Skandalisierung der Entscheidungspraxis der Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge im Rückblick

Antwort der Bundesregierung (19/32466) auf die Kleine Anfrage (19/32057) der Linksfraktion Weiterlesen


Martina Renner

Politisch motivierte Kriminalität-rechts im Juli 2021

Antwort der Bundesregierung (19/32465) auf die Kleine Anfrage (19/32184) der Linksfraktion Weiterlesen