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Martina Renner

Das Erinnern muss uns allen Auftrag sein

Mit dem 2. Weltkrieg endete die Shoah, sowie der Porajmos, der Genozid an den Sinti und Roma. Es endete die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderung sowie die Verfolgung und Ermordung von Andersdenkenden. Heute ist der Tag, an dem wir all jenen danken, die Widerstand leisteten und zur Befreiung vom Faschismus beitrugen und denjenigen gedenken, die dafür ihr Leben gaben.

Es ist jedoch die Befreiung vom politischen System Faschismus, nicht aber von der Ideologie, dem völkisch-nationalen Geist und Antisemitismus, der bis heute tief verwurzelt in Teilen unserer Gesellschaft verankert ist. Deshalb muss das Erinnern und Mahnen an diesem Tag mit den aktuellen Kämpfen gegen die wachsende rechte und rechtsterroristische Gefahr in Europa verbunden werden. 75 Jahre nach der Zerschlagung des Faschismus ist die extreme Rechte erneut in allen deutschen Parlamenten vertreten. Sie konsolidiert sich in Europa und rechte, rassistische und antisemitische Angriffe sind auf der Tagesordnung. Das Erinnern darf nicht zu einem starren Ritual werden, sondern muss uns allen Auftrag sein.

Kranzniederlegungen alleine reichen nicht. Vielmehr muss im Sinne des Schwur von Buchenwald für eine neue Welt des Friedens und der Freiheit gestritten werden. Mit diesem Anspruch ist auch verbunden, dass wir an die sozialistischen und basisdemokratischen Erneuerungsversuche in vielen befreiten Staaten Europas erinnern und in ihrer Tradition auch heute für eine demokratisch-sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft eintreten - eine Gesellschaft mit Antifaschismus als gesellschaftlichem Konsens. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre für das Gedenken und diese Auseinandersetzung eine regelmäßige Verpflichtung. Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.


Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung im Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz.

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