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Quelle: www.neues-deutschland.de

Ein lautloser Skandal

Mit großem Aufwand und unter publizistischer Schützenhilfe der »Bild«-Zeitung versucht die Bundeswehr derzeit, dem Kommando Spezialkräfte (KSK) durch eine mehrteilige Webserie ein abenteuerlich-sympathisches Image zu verpassen. Und das scheint es auch nötig zu haben. Gleich zwei Skandale sorgen derzeit für Schlagzeilen. In einem Fall geht es um einen Oberstleutnant des KSK, der auf einer Feier im Kreis von Kameraden im April 2017 den Hitlergruß gezeigt haben soll. Außerdem soll auf dieser Feier Neonazirock gespielt worden sein. Die internen Ermittlungen der Bundeswehr endeten in einer Bagatellisierung und erst das Amtsgericht Böblingen verurteilte den Offizier wegen des Verwendens von Kennzeichen verbotener Organisationen.

Zur gleichen Zeit wird ein Netzwerk von Soldaten und Polizisten öffentlich, das sich auf den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung in Deutschland vorbereitet, für diesen Fall Waffendepots anlegt und zumindest in Teilen auch darüber fantasiert, linke Politiker und Politikerinnen, allen voran die Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Bundestag, zu entführen und zu ermorden.

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Martina Renner

Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung im Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz.

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