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Quelle: taz.de/25.09.2016/Dokumentation

Opferfamilien zeigen NSU-Ermittler an

Angehörige von drei NSU-Opfern erstatten Strafanzeige gegen die Bundesanwaltschaft: Diese soll trotz eines Moratoriums Akten geschreddert haben.

"Wir brauchen Klarheit", sagt Mehmet Daimagüler. "Der Vorwurf wiegt einfach zu schwer." Ließ die Bundesanwaltschaft Akten aus dem NSU-Komplex vernichten? Ausgerechnet die federführende, oberste Ermittlungsbehörde und trotz Schreddermoratorium? Um das zu klären, stellten die Familien der NSU-Opfer Abdurrahim Özüdoğru, Ismail Yaşar und Enver Simsek über ihre Anwälte Daimagüler und Seda Basay-Yildiz nun Strafanzeige gegen die Bundesanwaltschaft.

Über den Schreddervorgang hatte die Welt berichtet. Demnach soll die Bundesanwaltschaft im November 2014 angeordnet haben, Unterlagen des Rechtsextremen Jan Werner zu vernichten. Dieser war Ende der neunziger Jahre Sachsen-Chef des militanten Neonazi-Netzwerks „Blood & Honour“. Er soll versucht haben, für das untergetauchte NSU-Trio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt eine Waffe zu organisieren.

Unterstützung kommt aus dem Bundestag. Dort nannte die Linken-Innenexpertin Martina Renner die Anzeige einen richtigen Schritt. "Das ist nicht einfach Vertuschung, sondern Beweismittelunterdrückung und gegebenenfalls Strafvereitelung."

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Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Für die Bundestagswahl kandidiert sie im Wahlkreis 190 (Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgekreis/Eisenach)

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