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Quelle: Ostthüringer Zeitung/ 26.01.2015/Dokumentation

Ostsee oder Seenplatte: Gemeinsamer Hausboot-Urlaub wird möglich

Gera. Ralph Lenkert hatte alle Hände voll zu tun. Luisa (7) und Paulo (4) wollten den Politiker gar nicht mehr gehen lassen. Die Kinder hingen förmlich an ihm. Nur Minuten zuvor hatte er eine Anekdote zum Besten gegeben, die sich auf einen früheren Kindergeburtstag von einem seiner beiden Söhne bezog. Schatzsuche habe er mit den zahlreichen Knirpsen gespielt, doch nach gut zwei Stunden sei er richtig knülle gewesen, habe am Ende gar ein wenig aufgeatmet, als die Eltern den Nach- wuchs wieder abholten. „Ich kann vor dem Beruf des Erziehers nur meinen Hut ziehen“, so der Linke-Politiker.

Die Worte waren an die Leiterin des SOS-Kinderdorfes, Katrin Berthold, gerichtet. Am Freitag schaute Lenkert mit seiner Parteikollegin Martina Renner im SOS-Kinderdorf in der Lusaner Straße 8 vorbei. Doch die beiden kamen nicht mit leeren Händen. Die Bundestagsabgeordneten überreichten einen Spendenscheck über 8250 Euro.

Die Summe wurde von den fünf Thüringern in der Fraktion – Kersten Steinke, Martina Renner, Sigrid Hupach, Frank Tempel, Ralph Lenkert – aus ihren durch die Diätenerhöhung von Juli bis Dezember 2014 entstandenen Netto-Mehreinnahmen zusammengetragen und damit zu 100 Prozent gespendet. Die Linke hatte im Februar 2014 mit den Grünen gegen die Diätenerhöhung gestimmt.

Über die Verwendung der Spende durften die Kinder selbst entscheiden. „Das war schwierig“, resümiert Katrin Berthold, an Wünschen hätte es nicht gemangelt. Schlussendlich einigte man sich auf einen gemeinsamen Urlaub. Entweder Ostsee oder Mecklenburgische Seenplatte. Auf jeden Fall auf einem Hausboot.

„Die meisten Kinder kennen so etwas wie verreisen nicht“, erklärte die Leiterin. Zudem informierte Berthold ihre Gäste, dass momentan 16 Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren in dem einstigen Bauernhof ein Zuhause gefunden hätten. Fast alle würden aus einem schwierigen familiären Umfeld kommen. Waisenkinder hingegen seien heutzutage eher die Ausnahme.


Seit 2013 existiert das SOS-Dorf in Gera, ist das einzige in Thüringen. Und lediglich in Berlin-Moabit gibt es noch eines im urbanen Raum. „Der Bedarf an Plätzen in Ostthüringen ist groß“, so Berthold.


Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung im Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz.

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