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Quelle: www.pnn.de/18.10.2017/Dokumentation

Shirts „Nazis raus aus den Stadien“ verboten

Der SV Babelsberg 03 hat eine bundesweite Kampagne gegen Rechtsradikale im Fußball gestartet. Roter Stern Leipzig beteiligte sich daran, wovon sich der Gegner provoziert fühlte. Daraufhin gibt es nun erneut einen offenen Brief an DFB-Chef Reinhard Grindel - diesmal kommt er aus der Politik.

Seit vergangenem Wochenende ist die Babelsberger Solidarität besonders gefragt. Spielern und Verantwortlichen des Fußballklubs Roter Stern Leipzig (RSL) wurde beim Auswärtsspiel gegen den TSV 1862 Schildau in der sächsischen Landesklasse Nord untersagt, das „Nazis-raus“-Shirt zu tragen. Der Gastgeberverein soll sich dadurch provoziert gefühlt haben, sodass er mit Hilfe der Polizei sein Hausrecht durchsetzte und die Shirts untersagte. Wie ein Augenzeuge den PNN berichtete, soll ein Sicherheitsordner des gastgebenden Vereins zu den Spielern von Roter Stern, die die Shirts zum Aufwärmen tragen wollten, gesagt haben: „So geht ihr nicht auf den Platz!“ Zu einer Konfrontation sei es nur deshalb nicht gekommen, weil Spieler und Offizielle die Shirts schließlich auszogen. Gleichzeitig konnten Medienberichten zufolge Schildauer Zuschauer Shirts mit Aufdrucken wie „NS ist machbar, Herr Nachbar“, „Stahlgewitter“ oder „Weißer arischer Widerstand“ unbehelligt tragen, Leipziger Fans und Spieler sollen als „Zeckenpack“ und „Judensterne“ beleidigt und bespuckt, nach Spielschluss mit Flaschen und Steinen beworfen worden sein.

Linke-Bundestagsabgeordnete wendet sich an Grindel

Die Vorfälle in Schildau und auch das „Vorgehen des NOFV gegen den SV Babelsberg 03“ hat die Linke-Bundestagsabgeordnete Martina Renner am gestrigen Dienstag zum Anlass genommen, einen offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, Reinhard Grindel, zu schreiben. „Dass eine wichtige und klare Positionierung gegen Neonazis und Rassismus in einem Fußballstadion im 21. Jahrhundert in Deutschland als Provokation angesehen und unterbunden wird, nicht aber menschenverachtende und demokratiefeindliche Embleme und Symboliken, darf seitens des Deutschen Fußballbundes nicht unkommentiert bleiben“, schreibt die Linke-Politikerin. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass solche Einstellungen durch das Handeln der Verantwortlichen gedeckt und hofiert werden!“

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Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Für die Bundestagswahl kandidiert sie im Wahlkreis 190 (Unstrut-Hainich-Kreis, Wartburgekreis/Eisenach)

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