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Quelle: neues deutschland/08.05.2015/Dokumentation

Ungewohnter Eifer der Behörden

Nach den Razzien gegen die mutmaßlichen Rechtsterroristen der "Oldschool Society" mit Schwerpunkt in Sachsen wurden Widersprüche in der Darstellung der Behörden sichtbarer. So ist unklar, warum die Gruppierung in das Visier der Ermittlungsbehörden geriet und dort verblieb. Die von dem Netzwerk betriebene Facebook-Seite unterschied sich in nichts von vergleichbaren Hass-Seiten, von denen es Tausende gibt und die die immer selben Filmchen, Bildchen und Nicht-Gedanken der Menschenverachtung über das soziale Netzwerk streuen.

"Nach unseren Ermittlungen bestand große Gefahr, dass die Mitglieder der Gruppe ihre Ziele umsetzen würden", ließ sich Burkhard Freier, Leiter des NRW-Verfassungsschutzes, in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zitieren. "Wir hatten wegen ihrer Gewaltfantasien Sorge, dass sie völlig durchdrehen", ergänzte der Geheimdienstler.

Laut NRW-Verfassungsschutz-Chef Freier gehören der "Oldschool Society" rund zehn Personen an. Dem "nd" vorliegende Bilder zeigen jedoch erheblich mehr, nämlich rund zwei Dutzend Personen, darunter drei Frauen. Auch die drei männlichen Festgenommenen sind zu sehen. Die Fotos wurden vor einem halben Jahr bei einem "Familientreffen" der "Oldschool Society" in Borna bei Leipzig geschossen. Auf seinem Facebook-Profil firmierte Andreas H. öffentlich als "Präsident der Oldschool Society". Auch er posierte vor an der Wand hängenden Gewehren und Pistolen. Wirklich versteckt hielten die mutmaßlichen Rechtsterroristen sich nicht.

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Martina Renner ist stellvertretende Parteivorsitzende und Mitglied des Bundestages, im Innenausschuss und stellvertretend im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Sie ist im Kuratorium der Bundeszentrale für Politische Bildung im Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz vertreten sowie Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag und Obfrau im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz.

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