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Teilnehmer*innen des "Tag gegen Rechtsextremismus"

Martina Renner

Der Kampf gegen Rechts ist ein Kampf um die Gesellschaft der Vielen

Podium beim "Tag gegen Rechtsextremismus"

Am Freitag, d. 7.02.2020, beteiligte sich Martina Renner an einer Podiumsdiskussion am Schiller-Gymnasium Köln im Rahmen des dortigen Tags gegen Rechtsextremismus, der von den Schülerinnen und Schülern selbst organisiert und durchgeführt wurde. Daneben nahmen auch der Schauspieler Denis Moschitto und Patrick Fels von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln an der Diskussion teil. Themen waren der fortschreitende Rechtsruck in Deutschland, der Umgang mit der AfD und Strategien, wie wir als Demokratinnen und Demokraten dem Erstarken der Rechten wirksam etwas entgegensetzen können. Der Umstand, dass nur zwei Tage zuvor im Thüringer Landtag das erste Mal in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands ein Ministerpräsident mit Hilfe faschistischer Kräfte gewählt wurde, macht mehr als deutlich, wie notwendig es ist, konsequent gegen den fortschreitenden Rechtsruck einzustehen. In der Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern waren sich die Teilnehmer*Innen einig, dass es besonders wichtig ist, die Werte unserer demokratischen Kultur vorzuleben und diese immer wieder offensiv einzufordern. Dazu gehören die Gleichheit aller Menschen unabhängig von Religion, Herkunft, sozialem Status oder sexueller Ausrichtung ebenso wie die Verteidigung gegen Rassismus, Antisemitismus und das Erstarken antidemokratischer Kräfte. Dieses kollektive Zusammenstehen gegen Rechts wurde am Tag gegen Rechtsextremismus in die Tat umgesetzt. Besonders einschneidend waren dabei die Berichte dreier Schülerinnen und Schüler, welche im Zuge ihrer Flucht vor einigen Jahren ihren Weg ans Schiller-Gymnasium Köln gefunden haben. Dabei berichteten sie von der teils dramatischen Situation in den Ländern, in denen sie aufwuchsen, über ihre Fluchterfahrungen und ihre jetzige Situation. Alle drei machten deutlich, dass Heimat nicht eine bestimmte Nation ist oder durch die Herkunft bestimmt wird. Sie ist vielmehr das Gefühl, geborgen zu sein, sich entfalten zu können und so akzeptiert zu werden, wie man ist. Diese migrantischen Erfahrungen, das Einfordern von Gleichbehandlung und Mitspracherecht sowie die Solidarität, mit der die Schüler*Innen und Kolleg*Innen des Schiller-Gymnasiums den neuen Mitschüler*innen begegnen, sind gelebter Antirassismus und Antifaschismus. Der Kampf gegen Rechts und die reaktionäre Politik gegen Einwanderung sind damit nicht nur ein reiner Abwehrkampf zur Verteidigung von bereits Errungenem. Er ist gleichzeitig der Kampf um eine Gesellschaft der Vielen.


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