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Quelle: www.tlz.de/18.11.2017/Dokumentation

Siemens-Mitarbeiter verlassen Betriebsversammlung aus Protest

Die Mahnwache vor dem Werkstor wurde von der Politik unterstützt. Spätschicht ist am Freitag aus Sicherheitsgründen abgesetzt

Fassungslosigkeit machte sich gestern bei den Mitarbeitern des Erfurter Siemens-Werkes breit, als ihnen die Pläne des Konzernvorstandes für ihren Standort vorgestellt wurden.

Das habe die schlimmsten Erwartungen noch übertroffen, erklärten Teilnehmer der Betriebsversammlung. „Entsetzt, verbittert und enttäuscht“, hätten die rund 500 Mitarbeiter die Runde vorzeitig verlassen. Eine geplante Frage-Antwort-Runde habe gar nicht mehr stattgefunden.

Auch die gestrige Spätschicht fiel aus. Es sei aus Sicherheitsgründen nicht zu verantworten gewesen, die völlig verstörten Beschäftigten an die Maschinen zu schicken, hieß es. Die Arbeit in dem Werk ruht auch am Wochenende, erst in der Nacht zum Montag soll die Fertigung wieder anlaufen. Für Dienstag ist dann ein Schweigemarsch der Mitarbeiter vom Werk in die Innenstadt geplant.

Dieser wird – wie die gestrige Mahnwache vor dem SiemensWerkstor – auch von der Thüringer Politik unterstützt. Mit einer Feuertonne, Kaffee und Tee trug die Linke zur Mahnwache bei. Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow, Martina Renner, Linke-Bundestagsabgeordnete, und Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Partei im Landtag, nahmen aktiv teil und suchten das Gespräch mit den Beschäftigten.

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