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Quelle: www.thueringen24.de/15.11.2017/Dokumentation

Weimar kämpft um zweitgrößten privaten Arbeitgeber der Stadt

Martina Renner unterstützt die Proteste der Arbeitnehmer*innen im Coca-Cola Werk Weimar gegen Schließung und Stellenverlust: "Ein unökologisches Modell schafft unsoziale Verhältnisse", sagt Renner über Coca-Colas Entscheidung das Werk in Weimar aufzugeben und stattdessen auf Einweg-Verpackungen zu setzen."

Stinksauer ist man in Weimar. Noch vor einem Jahr wurde versprochen, dass die Arbeitsplätze beim Werk von Coca-Cola sicher seien, nun, kurz vor Weihnachten, müssen die Beschäftigten um ihre Jobs bei dem Getränkeriesen fürchten. 178 Arbeitsplätze könnten in Zukunft wegfallen, wenn der Betreiber Coca-Cola European Partners seine Pläne so umsetzt wie angekündigt.

Am Mittwoch demonstrierten rund 180 Beschäftige von Coca-Cola, Gewerkschafter und Politiker für den Erhalt der Arbeitsplätze. "Das Werk ist der zweitgrößte private Arbeitgeber in Weimar", macht Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) deutlich, der sich dem Protestzug vom Industriegebiet in die Innenstadt anschloss und vorne mitlief. Es sind aber nicht nur die 180 Arbeitsplätze bei Coca-Cola direkt, "sondern an jedem dieser Arbeitsplätze hängt ein weiterer dran", macht Wolf deutlich und verweist auf Kantinenpersonal, Wachschutz und Zulieferer. Zum Protest aufgerufen hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

"Ein unökologisches Modell schafft unsoziale Verhältnisse"

Für mehr Mehrweg will sich die Bundestagsabgeordnete Martina Renner (Linke) einsetzen. "Ein unökologisches Modell schafft unsoziale Verhältnisse", sagt Renner über Coca-Colas Entscheidung das Werk in Weimar aufzugeben und stattdessen auf Einweg-Verpackungen zu setzen. "Die Menschen wollen sichere Arbeitsplätze und keine Leiharbeit", sagt die Bundespolitikerin im Hinblick auf das Lohndumping vieler großer Versandunternehmen in Thüringen.

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