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Quelle: Neues Deutschland/28.09.2015/Dokumentation

"Wir leisten Fluchthilfe"

Unter dem Motto "Open Borders Caravan" sind junge Linke aus Berlin nach Kroatien gefahren, um Flüchtlingen auf ihrem Weg zu helfen.

Unter dem Motto "Open Borders Caravan" sind junge Linke aus Berlin nach Kroatien gefahren, um Flüchtlingen auf ihrem Weg zu helfen.

Sie haben sich entschieden, mit einer Autokarawane nach Kroatien zu fahren, um Fluchthilfe zu leisten. Was heißt das konkret?

Wir unterstützen die Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa und zeigen dort Präsenz, wo sie auf Hindernisse stoßen. Außerdem haben wir dringend benötigte Hilfsgüter wie Zelte und Winterklamotten in die Flüchtlingslager gebracht. Die Entscheidung zur Fluchthilfe fiel, als Europa seine Grenzen wieder zu schließen begann. Wir aktivierten das transnationale Netzwerk an Aktivisten, das wir durch unsere Blockupy-Proteste gegen das europäische Krisenregime aufgebaut hatten. Am Donnerstag fuhren wir mit 20 Autos aus Berlin los und trafen in Ljubljana auf noch einmal 20 Autos aus Italien, der Schweiz und Slowenien.

Welche Situation haben Sie an den Grenzen Kroatiens vorgefunden?

Als wir Samstag dort ankamen, waren die Grenzübergänge schubweise offen und geschlossen. In den Tagen zuvor mussten etwa 4000 Flüchtlinge auf serbischer Seite ausharren. Sie wurden nicht mit Essen und Trinken versorgt, saßen ohne Zelte und Regenklamotten im Regen. Auch im Registrierungslager Opatovac auf kroatischer Seite war die Versorgungslage eine Katastrophe.

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